Die Allergie gegen Hausstaubmilben ist eine der häufigsten Atemwegsallergien. Sie kann lästige Symptome wie eine verstopfte Nase, Niesen, Juckreiz, Husten oder Schlafstörungen verursachen. Hausstaubmilben entwickeln sich hauptsächlich in Bettwaren, Textilien sowie in warmen und feuchten Umgebungen.
Hausstaubmilben sind winzige Spinnentiere, die mit bloßem Auge unsichtbar sind und zwischen 0,1 und 0,5 mm groß sind. Sie ernähren sich hauptsächlich von menschlichen Hautschuppen, Haaren, Schimmelpilzen und Hausstaub.
Der bevorzugte Lebensraum?
Einstreu, wo Wärme, Feuchtigkeit und Dunkelheit ihre Entwicklung fördern.
Teppiche, Läufer
die Sofas
Stofftiere
die Vorhänge
Auslöser der Allergie?
Eine Hausstaubmilbenallergie wird durch das Einatmen von Proteinen ausgelöst, die sich auf den Hausstaubmilben selbst und in deren Kot befinden. Diese Allergene verursachen bei empfindlichen Personen eine überschießende Reaktion des Immunsystems, die zu allergischen Symptomen führt.
Bindehautentzündung: rote, tränende Augen, juckende Augen und ein Fremdkörpergefühl in den Augen.
Allergisches Asthma: trockener Husten, Engegefühl in der Brust, pfeifende Atemgeräusche, Atembeschwerden, insbesondere nachts und beim Aufwachen.
Müdigkeit und Schlafstörungenaufgrund von Atembeschwerden während der Nacht.
Wie kann man sich im Schlafzimmer vor Hausstaubmilben schützen?
Verwenden Siemilbenabweisende Spannbettlaken, die die Matratze vollständig umschließen (dank des Reißverschlusses), und milbenabweisende Kissenbezüge.
Wählen Sie ein Spannbettlakenin medizinischer Qualität„MD“.
Lüften Sie Ihre Matratze regelmäßig und, wenn möglich, in der Sonne.
Waschen Sie Ihre Bettdecken und Kissen dreimal im Jahr oder verwenden Sie milbenabweisendeBettbezügeundKissenbezüge.
Verwenden Sie KEINE giftigen chemischen Milbensprays. Diese können aufgrund des enthaltenen Permethrins allergische Reaktionen hervorrufen. Wir reagieren hauptsächlich allergisch auf Hausstaubmilbenkot.
Heizen Sie den Raum nicht über 19 °C auf.
Hausstaubmilbenallergie und schlafbezogene Atmungsstörungen (SDB)
Schlafstörungen, einschließlich des obstruktiven Schlafapnoe-Syndroms, treten mitunter in Verbindung mit Allergieattacken auf. Diese Allergien äußern sich als chronischer Schnupfen, der nachts zu einer verstopften Nase führt. Schon eine einfache verstopfte Nase kann die Schlafqualität beeinträchtigen und schlafbezogene Atemprobleme verschlimmern. Sie begünstigt Schnarchen und Tagesmüdigkeit – beides Anzeichen für eine schlechte Schlafqualität.
Zusammenhang zwischen chronischer Rhinitis und Schlafstörungen:
Allergien im Allgemeinen und Hausstaubmilbenallergien im Besonderen beeinträchtigen die Schlafqualität. Je stärker die allergische Rhinitis ausgeprägt ist, desto schlechter ist der Schlaf. Dieses Phänomen tritt sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern auf. 60 % der Kindermit allergischer Rhinitis (die durch Hausstaubmilben verursacht sein kann)schnarchen.
Zusammenhang zwischen chronischer Rhinitis und obstruktivem Schlafapnoe-Syndrom:
Obstruktive Schlafapnoe betrifft 5 bis 15 % der erwachsenen Bevölkerung. Chronische Rhinitis betrifft durchschnittlich 20 bis 30 % der Bevölkerung. Das Risiko, an obstruktiver Schlafapnoe(OSA) zu erkranken, steigt bei Erwachsenen mit allergischer Rhinitis um 44 %.